Die Erfolgsgeschichte
Die größte Schau der Welt
Mit dem Namen Saturn verbindet sich eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Der erste Saturn-Markt öffnete im Jahr 1961 am Kölner Hansaring seine Türen. In den Sechziger Jahren war das Unternehmen Pionier bei der Einführung von Hifi-Stereo-Anlagen. Außerdem machte die damalige Geschäftsführung mit Discountpreisen im Fotohandel Furore. In den Siebziger Jahren, als der Siegeszug der Pop- und Rockmusik begann, bot Saturn als erstes Handelshaus in Deutsch-land ein großes Schallplattensortiment in Selbstbedienung an – mit Preisen, die weit unter dem Marktdurchschnitt lagen. Dies lockte Kundenströme aus weitem Umkreis in die Domstadt und legte den Grundstein für das weitere Unternehmenswachstum. Mit dem Slogan „Die größte Schau der Welt“ bewarb der Kölner Saturn-Markt in den Achtziger Jahren sensationelle Tiefpreisangebote für Fernseher, Hifi-Anlagen, Hausgeräte, Foto, Video und Autoradios und entwickelte sich zum größten Elektrokaufhaus Deutschlands.
Aufstieg in Deutschland und Europa
Nachdem die Unternehmensgründer Saturn an die Kaufhof Warenhaus AG verkauft hatten, wurden ab dem Jahr 1985 zunächst in Frankfurt, dann in weiteren deutschen Städten neue Saturn-Märkte eröffnet. Ab 1990 kam es erneut zu einem Besitzerwechsel und die Holding der Media Märkte erwarb nach und nach die bestehenden Saturn-Märkte. Seither werden die beiden Marken Saturn und Media Markt unabhängig voneinander unter dem Dach der Media-Saturn-Holding GmbH geführt, die sich ihrerseits mehrheitlich im Besitz der METRO Group befindet. Gegenwärtig ist Saturn in Deutschland an 150 Standorten mit Verkaufsflächen von 2.500 bis 10.000 Quadratmetern vertreten. Dazu zählt auch der mit 18.000 Quadratmetern Verkaufsfläche größte Elektrofachmarkt der Welt in der Hamburger Mönckebergstraße. Die Expansion ins europäische Ausland begann 1994 in Wien, heute gibt es mehr als 80 Saturn-Märkte in Österreich, Italien, Polen, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz und der Türkei.
Dezentrale Organisation
Ein entscheidender Faktor für den anhaltenden Erfolg von Saturn ist die dezentrale Unternehmensorganisation. Saturn-Märkte sind keine Filialen, sondern eigenständige Unternehmen, an denen die Geschäftsführer vor Ort als Miteigentümer beteiligt sind. Sie sind dadurch stark motiviert, den Erfolg ihrer Märkte voranzutreiben. Ausgestattet mit einem hohen Maß an Entscheidungsfreiheit, bestimmen sie eigenständig über Sortimentsgestaltung, Vertrieb, Werbung und Personalfragen. Lokale Gegebenheiten und spezifische Kundenwünsche werden auf diese Weise optimal berücksichtigt. Der Hauptsitz in Ingolstadt unterstützt die Märkte durch die Weiterentwicklung des Fachmarktkonzepts und die effiziente Abwicklung von Verwaltungsaufgaben. Er ist zudem für die Erschließung neuer Standorte und den Ausbau des Multichannel-Angebots zuständig.
Kommunaler Wirtschaftsfaktor
Aufgrund seiner dezentralen Struktur ist Saturn auch für die Kommunen ein willkommener Partner: Jeder Markt zahlt seine gewerblichen Steuern und Abgaben direkt vor Ort und zieht zusätzliche Kaufkraft an. Von jedem Saturn-Markt geht eine Sogwirkung aus, die dem lokalen Einzelhandel zugutekommt. Wird ein neuer Saturn-Markt errichtet, profitieren davon auch örtliche Bau- und Handwerksunternehmen. Diese erhalten außerdem regelmäßig Aufträge für Umbauten und Modernsierungen, da die Märkte großen Wert auf die attraktive und zeitgemäße Gestaltung der Verkaufsräume legen.
Begehrte Arbeits- und Ausbildungsplätze
Eine wichtige Rolle spielen die Saturn-Märkte außerdem für Arbeits- und Ausbildungsplätze. Berechnet auf Voll-zeitbasis beschäftigten sie in Deutschland im Jahr 2012 insgesamt mehr als 8.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Der Mensch steht im Mittelpunkt“ lautet das übergreifende Unternehmensmotto. Zentrale Werte sind Kreativität, Eigeninitiative, Interesse an innovativer Technik und Freude am Umgang mit Menschen. Durch regelmäßige Produktschulungen sind die Fachberater immer auf der Höhe der Zeit. Wer sich für höhere Aufgaben qualifizieren möchte, wird durch individuelle Förderprogramme unterstützt. Schon bei der Ausbildung investiert Saturn überdurchschnittlich in die Qualifikation des Nachwuchses: Ergänzend zur Berufsschule finden zahlreiche innerbetriebliche Workshops und Schulungen statt. Viele Auszubildende werden nach erfolgreichem Abschluss übernommen, womit ihnen exzellente Karrierechancen offen stehen.
Soo! muss Werbung
Am anhaltenden Erfolg von Saturn hat auch die spektakuläre Werbung einen erheblichen Anteil. Unvergessen ist die Kampagne „Geiz ist geil“, die in Deutschland von 2002 bis 2007 lief. Während sie hierzulande zunächst hitzige gesellschaftliche Debatten entfachte, ist er mittlerweile in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Werbung mit Prominenten wie Alice Cooper, Michael Buffer und Bill Kaulitz sorgt ebenfalls immer wieder für starke Beachtung. Seit 2011 rückt Saturn europaweit mit dem Claim „Soo! muss Technik“ die Leidenschaft und Kompetenz für Technik in den Vordergrund. Aktuell wirbt das Unternehmen auf humorvolle Weise mit dem Motto „Die Welt braucht bessere Technik“.