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Cloud GamingZusammenfassung
Beim Cloud Gaming wird die Ausführung von Computerspielen vom Spielgerät weg auf Server im Internet verlagert. Die Eingaben der Spieler werden erfasst und an den Cloud Gaming-Dienst übertragen. Dort laufen die Berechnungen für künstliche Intelligenz, Spielmechanik und Grafik auf leistungsstarken Serverfarmen ab. Die Ergebnisse werden an die Spieler zurück übertragen. Da die Leistungsfähigkeit der Endgeräte bei diesem System kaum ins Gewicht fällt, können solche Spiele auf verschiedensten Plattformen laufen – von Konsolen über PCs bis hin zu Tablets und Smartphones.
Inhalt
Cloud Gaming
Die Voraussetzungen um am Cloud Gaming teilnehmen zu können, hängt von den Fähigkeiten des Endgeräts ab. Für den Betrieb von Cloud Gaming auf einem PC ist lediglich ein Browser-Plugin und eventuell eine App des Anbieters nötig. Steht nur ein Fernseher zur Verfügung, wird ein separates Gerät zur Erfassung der Eingaben und der Wiedergabe der berechneten Bilder benötigt. Der Hersteller Onlive etwa bietet ein solches Gaming System in den USA für rund 100 US-Dollar an (Stand: Juli 2012). Im Lieferumfang ist ein Controller enthalten. Eine weitere Grundvoraussetzung ist eine Internetverbindung. Onlive verlangt mindestens 2 Mbps, empfiehlt aber 5 Mbps. Die Betreiber legen außerdem die Verwendung eines Netzwerkkabels nahe, allerdings ist das Spielen über Funknetzwerk (WiFi) auch möglich. Weitere Voraussetzungen sind normalerweise nicht nötig. Die Berechnungen der Spielinhalte Die Spiele selbst werden in verschiedenen Optionen angeboten: Einige können kostenlos als Demo angespielt oder auf Leihbasis gegen einen geringen Betrag für drei oder fünf Tage getestet werden. Andere wiederum gibt es nur als Vollpreisprodukt zu kaufen. Eine weitere Möglichkeit ist es, ein Abonnement abzuschließen. Die sogenannten „Plabpack Games“ umfassen über 200 (Stand: Juli) meist ältere Titel sowie Indie-Spiele, die uneingeschränkt für zehn US-Dollar pro Monat gespielt werden können. Allen Nutzern stehen ein Sprachchat zur Verfügung sowie die Möglichkeit, kurze Clips ihrer Spiele aufzuzeichnen, die dann beispielsweise auf Youtube oder Facebook hochgeladen werden können.
Kontroverse
Zum offiziellen Start im Sommer 2010 setzte Onlive auf ein Abonnement-Modell, das nach Meinung von Analysten zum einen zu teuer war, zum anderen mit seinen Benutzerbedingungen (AGB) viele User verschreckte. So besagte eine Klausel, die besagt, dass ein Nutzerkonto nach zwölf Monaten Inaktivität gelöscht wird – selbst wenn über Onlive eine Vollversion gekauft wurde. Auch hieß es in den AGB, dass Nutzer beim Spielekauf nur eine zeitlich begrenzte Lizenz erwerben, die am 17. Juni 2013 abläuft. Die schlechten Kritiken zeigten Wirkung und so wurden sowohl die Zeitbegrenzung als auch das Zwangsabonnement-Modell abgeschafft.
Zukunftsausblick
Auch in Europa fasst Cloud Gaming allmählich Fuß. Im Herbst 2011 startete Konkurrent Gaikai startete seinen Dienst in Deutschland im Rahmen von Gamesload.de. Der Dienst setzt ebenfalls auf ein Browserplugin, die Nutzung soll jedoch von Anfang an kostenlos sein. Dabei können Nutzer die Titel als Demo ausprobieren, und sie bei Gefallen am Ende der Demo bei Partnerhändlern oder direkt bei Gaikai erwerben. Weitere Artikel zum Thema
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