E-Book-Reader

 

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E-Book-Reader
Zusammenfassung
E-Book-Reader sind mobile elektronische Geräte, die digitale Bücher darstellen können. Im Gegensatz zu anderen tragbaren Geräten stellen E-Book-Reader die Bücher nicht auf einem Flüssigkristallbildschirm dar. Stattdessen verwenden sie „künstliches Papier“, was nicht nur augenschonender sein soll, sondern auch längere Akkulaufzeiten ermöglicht und von der Darstellung her echtem Papier gleicht.

E-Book-Reader



Die ersten Geräte, die als E-Book-Reader aufgefasst werden können, kamen bereits in den 1990er Jahren auf den Markt. Aufgrund der mangelnden Speicherkapazität, des hohen Gewichts, der geringen Akkulaufzeit und nicht zuletzt der geringen Unterstützung durch Verlage konnten sich diese Geräte aber nie durchsetzen. Erst die zunehmende Verbreitung von digitalen mobilen Geräten wie Smartphones und vor allem Tablets und die Möglichkeiten der Vermarktung brachte Verlage dazu, den Online-Vertrieb von digitalen Büchern als Geschäftsmodell zu akzeptieren. Eine Studie des amerikanischen Verlegerverbands ergab, dass in den USA im Jahr 2012 bereits knapp ein Viertel des Buchumsatzes mit digitalen Büchern für E-Book-Reader erwirtschaftet wurde. Aufgrund der zunächst zögerlichen Haltung europäischer Buchverlage und der Buchpreisbindung in Deutschland, blieb der Marktanteil elektronischer Bücher zunächst zurück, holt aber seit einigen Jahren deutlich auf.

 

E-Book-Reader vs. Tablet

 

Nicht nur E-Book-Reader, sondern auch Tablets und andere Computer mit entsprechender Software können E-Books darstellen, weshalb diese Gerätetypen in einem Wettbewerb zueinander stehen. Tablets, wie das iPad von Apple, eBookReaderdie von der Bauform am ehesten mit einem E-Book-Reader vergleichbar sind, bieten gegenüber einem E-Book-Reader den Vorteil universeller einsetzbar zu sein und aufgrund des LC-Displays und höherer Rechenleistung auch Filme, Spiele und weitere Software ablaufen zu lassen. E-Book-Reader sind dafür preiswerter, leichter und von der Akkulaufzeit Tablets deutlich überlegen. Letzteres liegt vor allem an der Art der Darstellung mittels sogenanntem elektronischen Papier. Dieses imitiert das Aussehen von bedrucktem Papier und benötigt anders als normale Bildschirme die Energie nicht zur Darstellung des Bildes, sondern lediglich zu dessen Aufbau. Die Akkulaufzeit eines E-Book-Readers wird daher oft in der Anzahl darstellbarer Seiten angegeben. Zur besseren Vergleichbarkeit greifen einige Hersteller aber auch auf die Angabe einer „typischen“ Akkulaufzeit zurück. So gibt der Hersteller des Tolino Shine eine Akkulaufzeit von bis zu 7 Wochen an.

 

E-Book-Reader vs. Buch

 

Vor allem die ersten E-Book-Reader hatten noch mit zahlreichen Vorurteilen und echten Nachteilen gegenüber normalen Büchern zu kämpfen. Die Akzeptanz steigt jedoch mit jeder neuen E-Book-Reader-Generation, da die Nachteile, wie der deutlich höhere Preis oder die Gefahr der Unbenutzbarkeit durch einen leeren Akku, schwinden, während die Vorteile gegenüber gedruckten Büchern größer werden. So bieten E-Book-Reader eine deutliche Gewichtsersparnis im Vergleich zu einer Büchersammlung und nehmen weniger Platz weg. Auch können E-Books bei den meisten E-Book-Readern per Volltextsuche durchsucht werden, was bei Fachbüchern, aber auch bei größeren Werken ein deutlicher Vorteil ist. Einige E-Book-Reader sind darüber hinaus mit Wörterbüchern und Lexika ausgestattet und können Begriffserklärungen zu Wörtern oder deren Übersetzung aus und in andere Sprachen innerhalb des Dokuments anzeigen.

 

Elektronisches Papier

 

Das elektronische Papier besteht je nach verwendeter Technologie aus einer Trägerschicht, die bewegliche Pigmente enthält. Das können winzige Öltröpfchen sein oder auch kleine Kugeln, die zweifarbig sind und beim Bildaufbau in die gewünschte Position gedreht werden. Ist das Bild einmal aufgebaut, bleibt es normalerweise ohne weitere Kobo_FamilyStromzufuhr bestehen. Da es sich um ein Punkteraster handelt, können auf elektronischem Papier auch Bilder dargestellt werden und die Schriftgröße geändert oder die Schriftart verändert werden. Wie ausgeprägt diese Möglichkeiten sind, hängt allerdings vom jeweiligen E-Book-Reader ab.

Elektronisches Papier hat den weiteren Vorteil, dass es nicht flimmert und passiv beleuchtet wird. Dadurch ist es sehr augenschonend und erinnert an bedrucktes Recycling-Papier. Neuere E-Book-Reader sind aber auch mit elektronischem Papier ausgestattet, dass heller ist und an gebleichtes Papier erinnern. „Geblättert“ werden kann in einem E-Book-Reader entweder per Taste oder – falls damit ausgestattet – über Wischgesten auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm.

Aufgrund der passiven Darstellung ohne Hintergrundbeleuchtung, benötigt ein E-Book-Reader, wie ein gewöhnliches Buch, eine helle Umgebung. Im Gegensatz zu LCD-Bildschirmen sind E-Book-Reader auch und gerade in hellem Sonnenlicht gut lesbar. Einige E-Book-Reader sind mit einer integrierten Beleuchtung ausgestattet, so dass sie auch im Dunklen verwendet werden können.

Die meisten E-Book-Reader sind auf die Darstellung von Büchern spezialisiert und stellen das Bild nur in Schwarzweiß dar. (Stand: Mai 2013) Es gibt allerdings Techniken, zur Darstellung von Farbbildern, so dass sich in diesem Bereich noch Änderungen ergeben werden.

 

Bücher kaufen und leihen

 

E-Books werden inzwischen von allen führenden Verlagen und Buchhändlern angeboten. Während ältere Bücher unter Umständen nicht als E-Book erhältlich sind, werden Neuerscheinungen gemeinhin auch als E-Book angeboten. Ergänzt wird das Angebot durch Eigenproduktionen von Hobby-Schriftstellern, die sich eine Veröffentlichung als E-Book auch bei kleinsten Auflagen leisten können.

Je nach E-Book-Reader können E-Books direkt oder indirekt gekauft und auf den E-Book-Reader überspielt werden. Einige Modelle sind mit Mobilfunk-Technologie ausgestattet. Mit diesen können Bücher weltweit eingekauft werden, die Mobilfunkkosten trägt in diesem Fall der Anbieter. Andere Geräte, wie der Tolino Shine, verfügen über ein WLAN-Modul. kindle-paperwhite-550x455Über dieses kann der E-Book-Reader per Internet mit dem Buchladen in Verbindung treten und es können Bücher direkt gekauft und heruntergeladen werden. Im Falle des Tolino Shine stellt die Telekom sämtliche Hotspots in Deutschland gratis zur Verfügung. Ansonsten kann auch das heimische (oder jedes andere verfügbare) Drahtlosnetzwerk verwendet werden.

Zu beachten ist, dass E-Books in verschiedenen Dateiformaten angeboten werden. Am verbreitetsten ist das EPUB-Format. Der Online-Buchhändler Amazon unterstützt dieses Format weder für die E-Books noch für die E-Book-Reader aus eigenem Haus, sondern setzt stattdessen auf ein eigenes Format. Wer sich nicht an einen bestimmten Buchhändler binden möchte, sollte daher zu einem unabhängigen oder zumindest mit Wahlmöglichkeiten ausgestatteten E-Book-Reader greifen, wie dem Kobo Glo oder dem Tolino Shine.

Einige Buchhandlungen und Bibliotheken bieten auch die Möglichkeit, Bücher zu leihen. Diese stehen dann nur für einen bestimmten Zeitraum zum Lesen zur Verfügung. Ältere Werke, deren Urheberrechte abgelaufen sind, können bei manchen Buchhändlern oder Webseiten, wie Projekt Gutenberg, kostenlos heruntergeladen werden. Auch eigene Bücher, PDF-Dokumente oder sonstige Schriftstücke können die meisten E-Book-Reader darstellen. In diesem Fall sollte man sich vor dem Kauf über die unterstützten E-Book-Formate und die Möglichkeiten, den E-Book-Reader zu bespielen, informieren.

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Die E-Ink ist die am weitesten verbreitete Version elektronischer Tinte. Sie ermöglicht die Darstellung von Schrift und Grafiken in Graustufen und sogar in Farbe. E-Ink verbraucht nur dann Strom, wenn sich die Darstellung ändert. Das ist beim Umblättern der Fall.
Ähnlich wie bei Musik- oder Bilddateien existieren auch bei E-Books mehrere verschiedene Dateiformate. Einige Hersteller von E-Books favorisieren eigene E-Book-Formate, was die Situation für Buch- und Reader-Käufer erschwert. Fast alle Reader können allerdings den offenen Standard .EPUB darstellen, der auch das wichtige DRM unterstützt. Mit diesen Readern lassen sich somit Bücher herstellerunabhängig aus den unterschiedlichsten Quellen lesen.
Das E-Book hat sich durchgesetzt und einen erheblichen Anteil des Büchermarktes erobert. Da ein E-Book-Reader gedrucktes Papier auf elektronischem Weg perfekt simuliert, lässt sich ein Roman auf dem E-Book-Reader ebenso gut lesen wie ein gedrucktes Buch. Zudem speichert ein E-Book-Reader tausende von Büchern und da die E-Book-Version der meisten Bücher deutlich preiswerter ist, macht sich die Anschaffung eines Readers besonders für Viel-Leser auch finanziell sehr schnell bezahlt.

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